• Home
  • Login
  • Sitemap
  • Kontakt
Peter Stephan
Bild Kopfbereich
Logo Peter Stephan
Site Navigation
  • Themen
  • Projekte
  • Lehre
    • Aktuell
    • Projekte
    • Programmatik
    • Alumni
    • Hausarbeiten
    • externe Betreuungen
    • Gäste
    • Archiv 1990–2009
  • Forschung
  • Publikationen
  • Chronologie (im Aufbau)
  • Vita
peterstephan.org · Lehre · Archiv 1990–2009
Deutsch
 
English

WS 2009/2010

Forschungssemester



SS 2009
Anfangen

Basisseminar Grundstudium – Medienkultur

Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf…
Alle anderen fragen sich: Wie fang ich’s an? – und bemühen sich, auf Ideen zu kommen, diese zu formulieren und zu artikulieren.
Jegliche kreative Arbeit, ob künstlerisch-gestalterisch oder wissenschaftlich ausgerichtet versucht, Neues zu finden. Diese kreativ-kognitiven Prozesse scheinen nur bedingt steuerbar zu sein. Es sind aber häufig gerade der Beginn und die frühen Entwicklungsphasen, die Projekten ihre spezifische Qualität geben.
In diesem Seminar mit Übungen sollen Aktivitäten des Anfangens erlebt und beobachtet werden, wie schreiben, zeichnen, entwerfen, verwerfen, spekulieren, notieren, modellieren, vorstellen, entwickeln, ausprobieren, antizipieren, konstruieren, neu ansetzen…
Dazu werden Theorien zum Schreib-, Zeichen-, Denk- und Entwurfsprozess vorgestellt und diskutiert. Ziel ist es, eine Vielfalt von Denk- und Arbeitsstilen, Entwurfs- und Erkenntnisweisen näher kennenzulernen und so das eigene Repertoire zu erweitern.


Ambient Hybrary

Ambiente Informationssysteme in Hybriden Bibliotheken
Fachseminar Hauptstudium, Workshoptermine nach Aushang

Welche Formen nimmt künftige Wissensarbeit an? Wie kann kreativ-kognitive Leistung durch Gestaltung gefördert werden? Entstehen neue enabling spaces für Wissenskommunikation? Wie kann der physische Raum der Bibliothek mit seinen sozialen und materiellen Qualitäten optimal mit den digitalen Möglichkeiten verbunden werden?
Solche Forschungsfragen des Wissensdesigns bearbeitet eine Forschungsgruppe, die Partner mit gestalterischer, geisteswissenschaftlicher und technischer Expertise verbindet. Erste Prototypen für Installationen wurden bereits realisiert. Gegenwärtig wird ein Förderantrag erstellt, der auf Szenarien abhebt, die medial dargestellt werden sollen (3D, Film). Vorarbeiten dazu stammen aus dem Projekt „Intelligente Objekte“ der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.
In einer Serie von Workshops (zum Teil unter Beteiligung von Gästen) wird das Thema konzeptionell weiter entwickelt und an Szenarien konkret bildnerisch gearbeitet.


Bildsprachen

Fachseminar Hauptstudium – Medienkultur

Ein viel diskutierter Forschungsbericht zum Thema Link öffnenConverging Technologies postuliert die These, dass sich Nanotechnologie, Biologie, Informations- und Kognitionswissenschaften verbinden. Ein Effekt davon sei die Erweiterung menschlicher Kognition und Kommunikation, die vor allem zur Entstehung neuer Bildsprachen führe. Hier integrierten sich das Vokabular von Animationstechniken und technischen Zeichnungen, narrativen Formen des Films, visueller Metaphern und Konventionen des Comics, Illustrationen, Fotographie und Informationsgrafiken.
Künstler, Designer und Filmemacher nehmen schon immer ein visuelles Denken in Anspruch. Doch zeigt sich dessen Wirkungsmächtigkeit zunehmend auch außerhalb der klassischen creative industries. So unterliegen Erkenntnis bildende und entscheidungsrelevante Prozesse in Wirtschaft, Politik, Medizin und Militär einem cognitive engineering, das durch Bildsprachen geprägt ist. Das Bildwissen der gestaltenden Fächer gewinnt dadurch einerseits an Bedeutung, andererseits jedoch stellen sich erweiterte Anforderungen an die Entwicklung neuer Bildkommunikation, denen in den klassischen kreativen Fächern bisher nur unzureichend entsprochen wird.
Im Seminar werden die Thesen und möglichen Auswirkungen der behaupteten neuen Bildsprachen in ihrer spezifischen Entwicklung zwischen Wissenschaften, Gestaltung und Techniken dargestellt. Leitend ist die Einsicht in den Eigensinn der Apparate, Methoden und Prozesse (Akteur Netzwerk Theorie).
Ziel ist eine kritische Befragung und ein experimentelles re-design der eigenen bildnerischen Verfahren, sowie der damit einhergehenden Haltungen. Die Analysen sollen daher in Verbindung mit der praktischen Entwurfsarbeit der Teilnehmenden an deren künstlerisch-gestalterisch-filmischen Arbeiten stehen.


WS 2008/09

Design – Grundlagen und Perspektiven
Basisseminar Grundstudium – Medienkultur

Allgemeines zum Seminar
Link öffnenLiteratur- und Linkliste Link öffnenLinks bei Delicious, bitte ergänzen, Link öffnenFormalien

Material zur Vor- und Nachbereitung

01. Design phänomenologisch (23.10.08)
– Lucius Burkhardt: Design ist unsichtbar, Link öffnenAudio

02. Design chronologisch (30.10.08)
– Peter Sloterdijk: Das Zeug zur Macht, Link öffnenpdf, Link öffnenVideo

03. Design systematisch (06.11.08)
– Dirk Baecker: Das Handwerk des Unternehmers, Link öffnenpdf

04. Design als Rhetorik, Design als Aufklärung am Beispiel von Luigi Colani und Otl Aicher (13.11.08 )
– Link öffnenArtikel dazu von Peter Friedrich Stephan

05. Critical und Radical Design (20.11.08)
– Link öffnenVortrag von Fiona Raby im Netzradio der KISD
– Buch: Link öffnenDesign noir (bei Google Books)
– Critical Design als Methode für Designforschung
, Link öffnenpdf (116 Seiten), Diplom von Marco Siebertz & Thomas Dennerlein (KSID 2006)
– James Auger Link öffnenWebsite Design Interactions am Royal College of Art London und eigenes Link öffnenStudio
– Link öffnenSuperstudio, Link öffnenArchigram

Achtung Sondertermin Design Showcase
06. Mittwoch, den 26.11.08, 18–22 Uhr (bzw. open end)

– selten gezeigte Filme von Superstudio, Charles Eames, Buckminster Fuller
– Rückblick aufs Neue Deutsche Design
– Diskussion eigener Arbeiten
– studentische Arbeiten aus der KHM und von anderen Hochschulen

07. Donnerstag, 27.11.08 System-, Service- Sozio-Design
08. Donnerstag, 04.12.08 Design Thinking, Design als Methode, Design Research
09. Donnerstag, 11.12.08 Business Design: Macht des Designs – Ohnmacht der Designer
10. Donnerstag, 18.12.08 Cognitive Design
11. Donnerstag, 08.01.09 2-3 Referate
12. Donnerstag, 15.01.09 2-3 Referate
13. Donnerstag, 22.01.09 2-3 Referate
14. Donnerstag, 29.01.09 2-3 Referate
15. Donnerstag, 05.02.09 Abschluss, Zusammenfassung, Ausblick

Research in Art and Design
Fachseminar Hauptstudium

Für entwerfende Disziplinen sind „exakte Versuche im Bereich der Kunst“ (Klee) und gestalterisches „Denken am Objekt“ (Aicher) nichts Neues.
Die „Kulturtechnik Entwerfen“ jedoch als Forschung auszuweisen, generiert neue Fragen und Perspektiven, die überkommene Kategorien auflösen. So gerät das ästhetische Handeln im Labor in den Blick, ebenso wie epistemologische Aktivitäten im Atelier. Labor und Atelier zeigen sich dabei als „Semiotopen“ (Siegert), die je eigenen kulturellen, sozialen und technischen Bedingungen unterliegen, die ihrerseits die Erkenntnisprozesse konditionieren.

Künftige Wissensräume, die digitalen Bedingungen unterliegen, ermöglichen und fordern eine Revision und Neuformierung der Episteme. Klassische Wissenschaften erscheinen in diesem Zusammenhang eher als Sonderfall, denn als Standard. Entsprechend werden neue Paradigmen formuliert wie „kunstvolle Wissenschaft“ (Stafford), „offene Epistemologien“ (Gumbrecht/Pfeiffer) und „Experimentalsysteme“ (Rheinberger). Deren gemeinsames Interesse am „knowledge in the making“ trifft sich mit avancierten Positionen in Kunst und Gestaltung.

Research in Art und Design heißt daher selbstbewusste Forschung DURCH Kunst und Gestaltung, im Gegensatz zur tradierten wissenschaftlichen Forschung ÜBER Kunst und Gestaltung. Methodische Fragen betreffen unterschiedliche Formate künstlerischer und gestalterischer Forschung, den epistemologischen Status von Künstlertheorien, die Rolle von Metaphern, Artefakten, Modellen und Simulationen, psycho-physische Techniken, sowie die Differenzen und Kreuzungen von Erkenntnisstilen und Wissenstypen.

Das Seminar diskutiert exemplarische Positionen der Forschung  in Kunst und Design. Ziel ist es, die eigene Praxis und Theoriebildung vor diesem Hintergrund zu reflektieren und auszurichten.


SS 2008

Elternzeit



WS 2007/08

Design ist unsichtbar

Basisseminar Grundstudium – Medienkultur,
offen für den Studiengang Kulturmanagement

Das Motto „Design ist unsichtbar“ (Lucius Burkhardt 1980) steht für einen Paradigmenwechsel im Design: Vom Produkt zum Prozess, vom Objekt zum System, vom einzelnen Entwerfer zum planen-den Team, kurz: vom Hard- zum Softsystemsdesign.
Diese im Vorschein der Digitalisierung formulierte Position ist der Ausgangspunkt einer Bestimmung aktueller Perspektiven des Designs. Die leitende These ist, dass sich in der voll digitalisierten Gesellschaft die Wirkungsmöglichkeiten des Designs erweitern zur Antizipation sozio-technischer Umwelten. Fraglich ist jedoch, welche Erkenntnisgrundlagen und Arbeitsweisen diesem Aufgabenfeld entsprechen.
Methodisch wird zunächst eine Einführung zu historischen Beständen geboten, die exemplarisch Personen und Werke, Institutionen und Konzepte darstellt und diskutiert. Dazu gehören u.a. Kunsthandwerk und Industrie, Bauhaus und Hochschule für Gestaltung Ulm, Radical Design – Architettura Radicale, Neues Deutsches Design, der Designer als Marke und Digitales Design.
Darauf aufsetzend werden Beispiele aktueller Designforschung wie Cognitive Design und Service Design untersucht mit einem Schwerpunkt auf den Querverbindungen zu Fächern wie Systemtheorie, Kulturtechnik und Kognitionswissenschaften.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich als Rezipienten und Produzenten von Design reflektieren wollen. Sie steht in enger Verbindungen zum Grundkurs Computer und der Veranstaltung design:basics.
 
Die Spur, das Zeichen, der Tod

Fachseminar Hauptstudium

Heißt Leben eine Spur zu hinterlassen? Oder gilt umgekehrt: Ich bin, was ich zu tun unterlasse? Datenrettung und Biografiedesign: Ist es an der Zeit, zeichenökonomische Fragen auf die Experten der Zeichenregime selbst, also etwa Künstler, Designer und Programmierer zu beziehen?
Im Spannungsfeld von Spur und Überschreibung, Ereignis und Leerstelle, positivistischer Beschreibung und Negativsprache, digitaler Multioptionalität und lebensweltlicher Eindeutigkeit sollen unterschiedliche Perspektiven und Haltungen besprochen werden. Dabei geht es um die Überprüfung eigener, häufig biografisch begründeter und entsprechend wenig verstandener Haltungen und Antriebe sowie die Entwicklung von Alternativen.
Angesichts der Hypertrophie medialer Zumutungen und der Allgegenwärtigkeit „loser generated contents“ untersuchen wir das andere Extrem: Positionen der Nicht-Teilnahme, des Entzugs, der Auslas-sung und Entsagung, eines Nulldesigns, das am eigenen Verschwinden arbeitet, vom klassischen
„I would prefer not to“ (Melville: Bartleby) zum kulturkritischen „…dass unterdessen der Kultur mehr Ehre antut, wer bei ihren Festivals nicht mitspielt“ (Theodor W. Adorno).
Das könnte zu vielerlei Paradoxien, existenzialistischer Absurdität und zenhaften Unlösbarkeiten führen, die als heiteres Re-entry erscheinen: Signifying nothing.

Peter Friedrich Stephan, Georg Trogemann
Stadt 2.0
Workshop am 07./08.11.2007

Der Workshop knüpft an die Veranstaltung urbi et orbi des Sommersemesters an und will das Spektrum der Web 2.0 Technologien und ihrer Potenziale und Auswirkungen auf das urbane Leben weiter untersuchen. Die Spannweite der thematisierten Aspekte reicht von Streifzügen durch die Geschichte der Urbanität über die Analyse künstlerischer Strategien im öffentlichen Raum bis hin zur Vorstellung konkreter Hard- und Software-Systeme, die für die Realisierung von location based media von Bedeutung sind.
 


SS 2007

Hybrary – Die digitale Bibliothek
Fachseminar, offen für Studierende im Studiengang Kunstmanagement

Eine Bibliothek macht es möglich, dass einer den Marx sucht,
den Schopenhauer findet und die Bibel entleiht.
(Ernst R. Hauschka)

Fragen der Organisation geistiger Arbeit wurden seit Lullus und Leibniz, Comenius, Bush, Ostwald, Nelson und Levy immer wieder neu gestellt und etwa als Memex, Mundaneum und Xanadu experimentell realisiert.
Vor dem Hintergrund umfassender Digitalisierung der Bestände wird die Zukunft digitaler Biblio-theken heute häufig als ausschließlich netzbasiert gesehen. Der physische Ort des sozialen Austauschs am Archiv wird dagegen zunehmend in Frage gestellt und häufig aufgelöst (www.bibliothekssterben.de).
Der Ansatz der hybriden Bibliothek (Hybrary) stellt dagegen die Interaktion von physischem Raum mit realen und virtuellen Beständen ins Zentrum. So werden neue Verhältnisse zwischen Material, Nutzern und Raum experimentell realisiert. Daruüber hinaus wird beobachtet, wie sich der Fokus der Wissensarbeit vom einsamen Lesen und Schreiben zur sozialen Konstruktion verschiebt.
Nachdem die Funktion der Archive schon länger die kultur- und medienwissenschaftliche For-schung beschäftigt hat, formulieren Künstler und Gestalter ihr Wissen und Nicht-Wissen zunehmend in Projekten, die forschungsähnlichen Charakter haben und den wissenschaftlich begrenzten Blick erweitern.
Neben einer Diskussion der Forschungslage sollen im Seminar sowohl methodische Fragen behandelt, als auch praktische Experimente durchgeführt werden. Themen sind u.a.:
– Welche Formen wird künftige Wissensarbeit annehmen?
– Können wissenschaftliche und künstlerische Methoden, sozialer und medialer Austausch sowie
technische Neuerungen eine Erweiterung von Erkenntnisstilen und Wissenstypen bewirken?
– Werden hybride Bibliotheken neue Handlungs-, Denk- und Wissensräume erzeugen?
– Wie verhalten sich Kognitariat, Prekariat und Pekuniat zueinander?
– Welche alternativen Organisationsansätze sind denkbar, wie etwa der Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen (Hurtzig)?
Das Seminar ist Teil des Forschungsprojekts Cognitive Design in Partnerschaft mit der International School of New Media (ISNM) Lübeck. Vorläufer ist das Seminar Raumstaben, www.raumstaben.net.


Design Thinking
Basisseminar Hauptstudium, offen für Studierende im Studiengang Kunstmanagement

Es geht um Angelo Dundee und nicht Muhammad Ali, es geht um McKinsey und nicht deren Klien-ten, es geht um Malcolm McLaren und nicht die Sex Pistols, es geht um Jürgen Klinsmann und nicht die deutsche Nationalmannschaft…

Im Mittelpunkt sollen also diejenigen stehen, die sonst im Hintergrund bleiben, gleichwohl aber das Geschehen auf der Bühne bestimmen: Inszenatoren, Kommunikatoren, Berater, Manager, Coaches, Einflüsterer, Strippenzieher, spin doctors, Königsmacher, Geheimräte, Redenschreiber…
Die Frage, die uns beschäftigt heißt: Kann man das lernen? Genauer: Können künstlerische und gestalterische Kompetenzen hier sinnvoll eingebracht, möglicherweise gar neue Praxen begründet werden? Gestalterische Methoden werden bereits von unterschiedlichen Kompetenzfeldern von der Gentechnik (enzym design) bis zur Wirtschaftsmethodik (business design) genutzt. So postuliert das Stanford Design Lab: Great innovators have to be great design thinkers.
Vor dem Hintergrund zunehmender Prekarisierung sollen vorhandene künstlerische und gestalterische Kompetenzen weiterentwickelt werden, um neue Wirkungsfelder und Organisationsformen als creative industries und Mikroökonomien zu erschließen.
Damit geht es um Glenn Gould, den Theoretiker und nicht den Pianisten, es geht um Joseph Beuys, den Redner und nicht den Plastiker, es geht um Goethe, den Minister und nicht den Romanautor…


Kris Krois, Peter Friedrich Stephan, Pascal Glissmann, Martina Höfflin

design:basics 2
Fachseminar Grundstudium
Denkweisen, Methoden und Konzepte des Medien-Designs werden diskutiert und praktisch erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen interaktive und netzwerkartige Medien. Es geht sowohl um konzeptionelle und funktional-strukurelle Aspekte von Design, also auch um die formal-ästhetische Dimension.
Mit Hilfe von Web2.0 Diensten und -Technologien werden wir Schritt für Schritt an kleinen Projek-ten arbeiten, um dabei Denk- und Arbeitsweisen in der Praxis zu erlernen.
Stichworte: Grafik und Typographie am Bildschirm, Interaktionsdesign, Interface-Design, Informationsarchitektur, Web2.0 (Blog, Vlog, podcast, RSS), HTML/CSS
design:basics 2 baut auf design:basics 1 auf. Voraussetzung zur Teilnahme ist der erfolgreiche Abschluss von design:basics 1 oder grundlegende Vorkenntnisse von Methoden und Techniken des Kommunikationsdesigns. Parallel wird die Teilnahme am Basisseminar design:thinking empfohlen.


Peter Friedrich Stephan, Georg Trogemann
Urbi et orbi
Workshop mit Gästen, 13.–15.06.2007
Die Stadt und der Erdkreis, das Lokale und das Globale. Die Matrix der weltumspannenden Kommunikationsnetze nährte die Illusion vom Verschwinden des Raumes. Durch nutzergenerierte In-halte und neuartige Services (cognitive radio) erlebt der verdichtete Raum der Stadt und das hier angesiedelte soziale Handeln aber eine neue Bedeutung.
Im Workshop werden verschiedene Aspekte des Urbanen besprochen und auf aktuelle mediale Möglichkeiten der Citizen Media bezogen. Aktuelle Projekte dieses vielschichtigen Experimentierfeldes werden vorgestellt und eigene Projekte angeregt.
 


WS 2006/07

Design, Computing and Cognition

Fachseminar im Hauptstudium mit Georg Trogemann und Gästen

Kris Krois, Peter Friedrich Stephan, Pascal Glissmann
Design:basics

In der Seminarreihe design:basics werden grundlegende Methoden und Techniken des Medien-Designs vermittelt. design:basics 1 widmet sich den klassischen Gestaltungsgrundlagen, sowie den Denk- und Arbeitsweisen des Kommunikationsdesigns.
design:basics 2 wird im folgenden Semester die erweiterten Aufgabenbereiche behandeln, die durch interaktive und netzwerkorientierte Medien entstehen. Die beiden Seminare bauen aufeinander auf, können aber auch unabhängig voneinander belegt werden.
Das Seminar ist in drei vierwöchige Module gegliedert, in denen jeweils ein Arbeitsfeld im Überblick vorgestellt wird. Integrierte Übungen sind der Ausgangspunkt für praktische Arbeiten, die im de-sign:lab weiter entwickelt und im design:blog publiziert werden.


design:formen stellt formal-ästhetische Mittel und Methoden vor, die in jedem visuellen Medium angewandt werden können wie Farbe, Form, Typographie und Layout.
design:praxis
spricht die analytischen und synthetischen Qualitäten von Entwurfsprozessen an mit der zentralen Funktion des Skizzierens als Methode visuellen Denkens.
design:denken
fragt nach dem Designer als Autor, der ein Thema in Form und Inhalt souverän gestaltet und dafür eine Vielfalt von visuellen, natürlichen und formalen Sprachen einsetzt.


Die Kunst des Handelns
Fachseminar Hauptstudium
 


SS 2006

Evolutions of Design
Fachseminar Hauptstudium


Die ehemals neuen Medien sind alltäglich und allgegenwärtig geworden. Schlagworte wie Web 2.0, podcast, blogs und IPTV zeigen eine neue Entwicklungsstufe an, die durch eine bisher unbekannte sozio-technische Dynamik geprägt ist. Dadurch werden die Markierungen von öffentlichen und privaten Bereichen, Leben und Arbeiten, Experten und Amateuren durchlässig.
Die Wirkungsmächtigkeit des Designs nimmt in diesem Umfeld eher noch zu, es zeigt sich aber auch, dass eine Neuformulierung von Methoden und Ansprüchen des Mediendesigns geleistet werden muss.
Als Ausgangspunkte sollen folgende Fragen dienen:
– Welche neuen Erkenntnis-, Orientierungs- und Handlungsgrundlagen gilt es zu erarbeiten?
– Welche tradierten Designlehren können sinnvoll adaptiert werden?
– Wie ist das Verhältnis zu Wissenschaften und Künsten, Theorie und Praxis zu bestimmen?
– Was muss ein Mediendesigner heute und morgen können – was muss er wissen?
– Wo sind die neuen Zentren, an denen Bedeutsames und Zukunftsträchtiges erforscht und entwic-kelt wird?
Das Seminar stellt verschiedene Perspektiven vor, sowohl von innerhalb der KHM als auch von außerhalb durch eingeladene Gäste. Die Studierenden sind eingeladen, ihre Anforderungen an ein zeit-gemäßes Studium auf dem Gebiet des Designs zu formulieren.

Raumstaben
Fachseminar Haupststudium, Fortsetzung aus dem WS 2005/06

within/without
Basisseminar Grundstudium

Historische und aktuelle Medienumbrüche wurden unter einem gemeinsamen Schema beschrieben: Das der Unterscheidung zwischen repressivem und emanzipatorischem Mediengebrauch. In alter Sprache formuliert: dienen die jeweils neuen Medienpraxen dem Fortschritt, der Aufklärung, Beteiligung, Demokratisierung und Selbstverwirklichung? Oder fördern sie Konventionalisierung, Zerstreuung, Verblendung und Fremdbestimmung?
Sind diese Unterscheidungen noch haltbar oder können neue, angemessene Beschreibungen entwickelt werden? Welche Auswirkungen hat das für gestalterische, künstlerische und wissenschaftliche Verfahren, Strategien und Verhaltensweisen zum Leben in der Mediengesellschaft und deren Kritik? Diskutiert werden u.a. die Programmatiken und Projekte von ComputerLib, Hacktivism, Mediennomaden, Radical Design, Critical Arts und Guerilla TV, ebenso wie die ökonomischen und po-litischen Grundlagen der „Bewusstseins-Industrie“.
Angeboten wir die gemeinsame Sichtung medienhistorischer Bestände, begleitet von einem Streifzug durch Medien– und Kognitionswissenschaften, Popkultur und Systemtheorie, Diskurs– und Sozialforschung. Gefördert werden soll die Selbstreflexion und Artikulation der eigenen Positionierung, wozu auch praktische Übungen gehören.


WS 2005/06

Raumstaben
Fachseminar Haupststudium

Wie sich das Lesen von der Fläche löst: Bücher, die ihre Staben zwischen Deckeln gefangen halten und Plakate, denen egal ist, ob wir sie aus nächster Nähe oder aus einer entfernten Bewegung heraus betrachten, sind nur zwei Beispiele einer Menge anachronistischer Erscheinungsformen unseres Alphabets. Kaum bemerkt, aber mit großem Selbstbewusstsein erzeugen sich Staben heute neue mediale und dynamische Kontexte. Dies schafft erweiterte Möglichkeiten des Sag-, Zeig- und Denkbaren: Was ist ein Text, ein Autor, ein Leser?
Gestalterisch und theoretisch wollen wir die Möglichkeiten künftiger Schriftbilder und Denkformen aufeinander beziehen. Texte als Wand und als Meer, das Leben im Weinberg der Texte und das Bauen von kognitiven Behausungen… Dazu gehören Exkursionen ins physical computing mit der Software v4, Kontakte mit deren Entwicklern von meso.net und Präsentationen u.a. auf der urbanscreens.org
Die begonnenen Entwürfe werden weiter entwickelt und in prototypische Anwendungen überführt. Neueinsteiger sind willkommen.


SS 2005
Forschungssemester

Publikation
Peter Friedrich Stephan et al. (Hrsg.) 2005:
Knowledge Media Design – Theorie – Methoden – Praxis,
München: Oldenbourg (2. Auflage)
 


WS 2004/05

Knowledge Media Design
Fachseminar Hauptstudium

Die Nutzung designspezifischer Ressourcen soll hochschulübergreifend im Netz organisiert wer-den. Bereits bestehende Ansätze werden gesichtet und integriert auf ein neues Niveau gebracht. Ziel ist es, eine Infrastruktur gestalterisch und technisch zu realisieren, die den Studierenden mehrerer Hochschulen als Lern- und Kommunikationsplattform dient.
Im Gegensatz zu bekannten Plattform- und Datenbankformaten wird aus gestalterischer Sicht besonderer Wert auf die Anschauungsqualität gelegt. Daher ist die Konzeption und Einbindung von Medienservern geplant. Eine weitere Dimension ist die Interaktion, die es jedem Studierenden ermöglichen soll, seine Arbeitsergebnisse recherchierbar zu veröffentlichen und die anderer zu kommentieren.
Das Seminar behandelt die dabei aufgeworfenen Fragen aus theoretischer, gestalterischer und technischer Sicht. Praktische Erfahrungen werden in der prototypischen Realisierung vermittelt, die ge-meinsam mit dem Institut für Medien und Kommunikation der FH Düsseldorf erstellt und mit Studierenden des Fachbereichs Design genutzt werden.


Basislager
Basisseminar Grundstudium
Medien gestalten Erfahrungsräume und sind selbst Gegenstand von Gestaltung. Die Eröffnung und das Verschließen von Handlungsmöglichkeiten durch Medien wird durch exemplarische Projekte der Design-, Medien- und Kunstgeschichte gezeigt und diskutiert.
Die Überlagerung von gestalterischen, sozialen und technischen Praktiken wird in der Anschauung historischen Materials sichtbar und auf aktuelle Arbeiten und Diskurse bezogen.

Die Themenfelder dienen als Ausgangspunkt individueller Recherchen und fordern auf zur Formulierung eigener Positionen.
Vorgesehen sind u.a.:
– Animation: von ersten Filmexperimenten bis zu Flash
– Simulation und kooperatives Handeln: von Fullers Worldgame bis zur Netzplattform
– Figur im Raum: von der Bauhaus-Bühne bis zum Avatar
– Visualisierung: von Eames und Superstudios Filmen bis zu digitalem Video
– programmierter Sound: vom player piano zur Netzmusik
 


SS 2004

Moving Mountains – zur Gestaltung kognitiver Behausungen
Fachseminar Hauptstudium
koordinierendes Wiki unter diskurs.digital.udk-berlin.de (nicht mehr aktiv)

Für Prozesse der Theoriebildung, der Informationsdarstellung und der Systementwicklung hat sich die Metapher der Architektur etabliert: Theoriegebäude, Infoarchitekturen und Systemarchitekturen werden entworfen und konstruiert. Der metaphorisch suggerierten Stabilität und Verlässlichkeit steht die Realität dynamischer medialer Umgebungen gegenüber, die heute die „kognitiven Behausungen“ (Winkels) ausmachen und für die angemessene Leitbilder und Handlungen gefunden
werden sollen (Schiffbau, Musik, …?).
Aus der Behandlung gestalterischer Probleme beim Design von Schreib-, Zeichen- und Denksystemen wird notwendig in Gebiete der Medientheorien verzweigt. Ebenso wird das erst wenig entwickelte Selbstbild der Informatik als technische oder soziale Wissenschaft betrachtet und auf Fragen der Entwicklung sozio-technischer Systeme bezogen (Software Development and Reality Construction).
Da die entscheidenden Entwicklungspotenziale künftiger Systeme als zwischen den Fachgrenzen von Technik, Geisteswissenschaft und Gestaltung liegend vermutet werden, wird ein Versuch unternommen, diese heterogenen Diskurs- und Praxisfelder im gemeinsamen Arbeitsfeld des cognitive design zusammen zu führen.
Methodisch wird eine Mischung aus empirisch fundierter Reflexion und experimenteller praktischer Realisierung angestrebt. Dazu gehören Ausblicke in die nationale und internationale Forschung, sowie eine mögliche Beteiligung an der Designsektion des Kongresses Link öffnenMensch & Computer im September 2004 ()


Zentrifuge
Fachseminar Hauptstudium
Als Zentrifuge hat sich an der KHM eine Gruppe auditiver und visueller Künstler und Performer gebildet, die eine experimentelle Erkundung der Aufführungskünste verfolgen. Aktuelle Entwicklungen in Kunst und Technik werden in ihren Auswirkungen auf Produktion, Rezeption und Interaktion gleichzeitig reflektiert, praktisch erprobt und ausgestellt.
Nachdem Klangregie und Videoregie unter Live-Bedingungen zum Repertoire gehören, werden uns künftig die Strukturbildung, Notation und Dramatisierung stärker beschäftigen. Eine Datenbank, die im letzten Semester angelegt wurde, wird erweitert und soll künftig Sounds und Visuals als Bestände und Operatoren für Performances zugänglich machen. Darüber hinaus sollen die Bestände und Interfaces als neuartige Publikationsform wahrgenommen werden können. Live-Streams der Veranstaltungen und aktuelle Informationen finden sich unter zentrifuge.sehsturz.de


WS 2003/2004

Basislager
Basisseminar Grundstudium
Medien gestalten Erfahrungsräume und sind selbst Gegenstand von Gestaltung. Die Öffnung und die Schließung von Handlungsmöglichkeiten durch Medien wird durch exemplarische Projekte der Design-, Medien- und Kunstgeschichte gezeigt und diskutiert.
Die Überlagerung von gestalterischen, sozialen und technischen Praktiken wird in der Anschauung historischen Materials sichtbar und auf aktuelle Arbeiten und Diskurse bezogen.
Die Themenfelder dienen als Ausgangspunkt individueller Recherchen und fordern auf zur Formulierung eigener Positionen.

Vorgesehen sind u.a.:
Animation – Von ersten Filmexperimenten bis zu Flash
Simulation und kooperatives Handeln – Von Fullers Worldgame bis zur Netzplattform
Figur im Raum  – Von der Bauhaus-Bühne bis zum Avatar
Visualisierung – Von Eames und Superstudios Filmen bis zu digitalem Video


Zentrifuge
Fachseminar Hauptstudium
Fortführung aus dem SS 2003
 


SS 2003

TheoRemix
Fachseminar Grundstudium

Traditionell positionieren sich Gestalter und Künstler eher theoriefern und praxisnah. Die in den Naturwissenschaften bereits vollzogene Thematisierung der Experimentalsysteme (Rheinberger) ergreift im medialen Umfeld nun auch die bisher als untechnisch betrachteten Geisteswissenschaften.
Als Theoriebeobachter wollen wir aktuelle Großentwürfe sichten wie Systemtheorie, Second order Cybernetics, radikaler Konstruktivismus, Semiotik und Kognitionswissenschaften. Dabei sollen Inszenierungspraxen und Rhetoriken der Wissenschaften erkannt und als Gegenstand der Gestaltung behandelt werden.
Wissenschaften werden über ihre gestalterischen Anteile aufgeklärt, der Begriff der bildenden Wissenschaften (Brock) wird konturiert und praktische Anwendungen in der Forschungskommunikation werden konzipiert (Science Communicators, Exploratoria, …).


Zentrifuge
Fachseminar Hauptstudium
Zentrifuge dreht sich um die experimentelle Erkundung der Aufführungskünste. Performer und Publikum nutzen neue Möglichkeiten der Produktion, Rezeption und Interaktion. Aktuelle Entwicklungen in Kunst und Technik werden gleichzeitig reflektiert, praktisch erprobt und ausgestellt.
Akustisch rotieren wir um die Möglichkeiten der Klangregie, Sounds differenziert und dynamisch zu verorten. Ähnlich komplexe Synthesen beschäftigen uns im Visuellen, in dem Live- und Archivbilder als Anlass zu Improvisationen genommen werden. Weitere Themen sind Notation, Strukturbildung und Dramatisierung.
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe werden Klang- und Bildexperimente als Workshops und Performances realisiert. So ist eine Beteiligung am Festival traces of voice in Tilburgh, Niederlande im Januar geplant.
Zusätzlich wird eine Datenbank aufgebaut, die Sounds und Visuals als Bestände und Operatoren zugänglich macht. Dieser Pool wird in weitere Produktionen eingehen und behauptet als Publikationsform einen kollektiven Werkcharakter.
 


WS 2002/2003

Media in Motion
Fachseminar

Medien gestalten Erfahrungsräume und sind selbst Gegenstand von Gestaltung. Ob Bühne, Musik, Film oder Netz: Nicht die Unterscheidung von alten und neuen Medien ist hier wesentlich, sondern die Angemessenheit von Darstellung und Interaktion für die jeweiligen kulturellen Kontexte.
Exemplarische Projekte der Medien-, Kunst- und Designgeschichte werden vorgestellt und auf die heutigen medialen Praktiken bezogen. Die Themenfelder dienen als Ausgangspunkt zur experimentellen, praktischen Vertiefung und Formulierung eigener Positionen.
Vorgesehen sind u.a.:
Illustration und Stopptrickfilme – Von ersten Filmexperimenten bis zu Flash
Simulation und kooperatives Handeln – Von Fullers Worldgame bis zur Netzplattform
Figur im Raum – Von der Bauhaus-Bühne bis zum Avatar
Visualisierung – Von Eames und Superstudios Filmen bis zu digitalem Video


Skin in the Game
Fachseminar Grundstudium, Fortsetzung aus dem SS 2002


SS 2002

format_hacking
Fachseminar Hauptstudium

Bekannte Medien-Formate aus Print, TV, Netz und Radio spiegeln Erwartungen, Routinen und Konventionen. Die erlernten Muster und bewährte, oft unterschwellige Rhetoriken treffen heute auf neue Möglichkeiten der Produktion und Rezeption.
Fragen von Inhalt und Form, Produktion und Verteilung werden heute im Vorschein cross-medialer Medienzukünfte neu gestellt. Dabei verändern sich die Rollen von Autoren, Designern, Technikern und Konsumenten. Medien als Experimentalsysteme öffnen neue Handlungsmöglichkeiten und Gestaltungsnotwendigkeiten.
Formate sollen mit medialen Mitteln dekonstruiert und zu neuen Form/Inhalt Clustern synthetisiert werden. Eine Form und Inhalt integrierende Gestaltungskompetenz führt zur Entwicklung neuer Formate für avancierte Nutzungsszenarien.


Skin in the Game
Fachseminar Grundstudium

Künstler und Gestalter verschwinden häufig hinter ihren medialen Produkten. Dagegen integrieren Musiker, Tänzer und Schauspieler avancierte Medien in ihre Performances und entwickeln neue Dramaturgien in hybriden Erfahrungsräumen. Auch Szenen der Alltags- und Geschäftskommunikation können als Inszenierung beschrieben werden (Themen orientierte Improvisation – TOI, Unternehmenstheater).
In diesem Umfeld wollen wir aktuelle Konzepte und Technologien in Musik, Clubkultur (VJs), Tanz Theater, experience- und scenario design erkunden:
– Wie gewinnen Gestalter unter Live-Bedingungen Körper und Präsenz zurück?
– Wann und wie werden komplexe Geräte zu Instrumenten?
– Wie gestaltet sich Interaktion unter performativen Kriterien?

Ausgangspunkt können theoretische und poetische Texte sein, die uns inspirieren, Philosophie zu tanzen. (Flusser).


WS 2001/2002

cultural fiction
Fachseminar Grundstudium

Während Sciencefiction die Beschreibung zukünftiger Welten aus einer Extrapolation von technischen Trends gewinnt, entwickelt cultural fiction Szenarien anhand kultureller Bestimmungen. In dieser Perspektive stellen etwa die technischen Aspekte des zukünftigen Umgangs mit Geld (Cyber-cash, Micropayments) nur einen Möglichkeitsraum dar, in dem grundlegendere Fragen von Bewertung und Austausch verhandelt werden. Hier wären vollständig neue Modelle denkbar, die sich an sozialen und kommunikativen Werten orientieren.
Im Sinne eines Entwurfsseminars werden unterschiedliche Themen (z.B. Arbeit, Sex, Wohnen) ausgewählt, analytisch erkundet und exemplarisch umgesetzt. So können mögliche Zukünfte gezeigt und zur Diskussion gestellt werden.
Ziel ist es, die Vorstellungskraft aus dem Staunen und Erschrecken über die Geschwindigkeit und das Ausmaß des gegenwärtigen Wandels zu lösen und eine souverän ausgerichtete Einbildungskraft zu gewinnen. Methodisch ergibt sich eine Übung in Szenariotechnik, sinnlichem Denken und der Vermittlung komplexer Sachverhalte durch gestalterische Mittel.

Fachseminar Hauptstudium wird ergänzt


SS 2001

Netzkultur: Zur Theorie und Gestaltung offener Systeme
Computergrundkurs
Offene Systeme ermöglichen und fordern grundlegend andere Entwurfs- und Gestaltungsweisen als produktorientierte Methoden. Der Urherber kann sein Werk nicht mehr auf Vollständigkeit bestimmen, sondern gibt Rand- und Ausgangsbedingungen vor, innerhalb derer sich die Dynamik sozio-technischer Interaktionen ereignet und autopoietische Prozesse freisetzt.
Hochgradig vernetzte Systeme stellen daher besondere Anforderungen an Konzeption und Gestaltung, denen erweiterte Wirkungsmöglichkeiten in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gegenüberstehen.


Design World Science Revolution

Fachseminar Hauptstudium
The proper study of mankind is the science of design (Herbert A. Simon)

Zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst wird eine aktuelle Positionierung des Designs ent-wickelt, die ihren durch Medien gesteigerten Wirkungsmöglichkeiten entspricht. Ausgangspunkt ist die Betrachtung und Bewertung radikaler Designkonzepte der sechziger und siebziger Jahre, speziell die gestalterischen Strategien von Designer- und Künstlergruppen wie Global Tools, Archigram, The Well, Memphis, Tomato/Underworld, Coldcut …


WS 2000/2001

Mitten ins Herz
Fachseminar Hauptstudium

Als Effizienzmaschine hat sich das Netz durchgesetzt, aber noch wird es häufig als „kaltes“ Medium empfunden. Während wir uns in Romanwelten verlieren, in Filmen weinen und bei Musik ekstatisch werden können, berühren uns Netzprodukte oft nur peripher.
Gegenwärtig begründen Medienkonversionen neue Formate und stellen dabei auch die Frage nach der emotionalen Qualität der neuen Medien: Did a website ever make you cry?
Aktuelle Produktionen werden analysiert und eigene prototypische Entwicklungen begonnen.

Design in den Medien / Medien im Design

Basisseminar Grundstudium, Kooperation: Prof. Henrich, Prof. Hagebölling

Einführung und exemplarische Vertiefung in die Arbeitsbereiche, Entwicklungs- und Forschungsfel-der der Mediengestaltung. In der integrierenden Perspektive der Medienkultur werden inhaltliche, äs-thetische und technische Aspekte behandelt und auf neu entstehende Tätigkeits- und Berufsfelder ausgerichtet.
Designfelder heute: Agentur als Arbeitsfeld, Auftraggeber und Selbstbeauftragung, Designforschung
Design als Identität: Nicht Kunst, nicht Wissenschaft, Auftrag und Nutzen, Akzeptanz von Randbedingungen
Designmethodik: Kreativitätstechniken, Entwurfsmethodik, Darstellungstechniken: Zeichnen und Denken, Präsent-tionstechniken
Designgeschichte: Bauhaus, Hochschule für Gestaltung Ulm, Postmoderne, Digitales Design
Bezugswissenschaften: Semiotik, Systemtheorie, Kybernetik, Kognitionswissenschaft, Informatik als Gestaltungswissenschaft
Designzukünfte: Formatentwicklung als Gestaltungsaufgabe, Wissensdesign, Autorensysteme, Things that think, Mediatektur


SS 2000

Screenage – Film als gestalterisches Medium

Fachseminar Hauptstudium
in Kooperation mit der musikkomm, Uwe Husslein und dem Filmhaus Köln, Joachim Kühn

Wöchentliche Screenings zeigen verschiedene Aspekte des Umgangs mit dem bewegten Bild von den ersten künstlerischen Experimenten, die als Vorgeschichte von Multimedia gesehen werden können, bis zu gegenwärtigen Medienutopien.
Im begleitenden Seminar werden die künstlerischen und gestalterischen Haltungen in ihren technischen wie gesellschaftlichen Kontexten diskutiert und auf die heutige Situation bezogen.
Neben den Teilnahmescheinen können Leistungsnachweise durch Referate und Übungen erworben werden.
Die Termine im einzelnen:
1.    Film als Film – Avantgardekino
2.    1915–1930: abstrakter, surrealistischer, dokumentarischer Film
3.    1940–1950: New American Cinema
4.    Medienutopien: Expanded Cinema, Mixed Media, Light Shows
5.    Medien im Design I – Deutschland: Bauhaus, HfG Ulm
6.    Medien im Design II – USA (Eames/Fuller), Italien (Superstudio)
7.    Computer und videographischer Film
8.    Aktionismus
9.    Strukturalistischer Film
10.  Cinema of Transgression
11.  Präsentation der entstandenen Übungen
 
Aktuelle Tendenzen des Design
Workshopreihe

Gäste:
Prof. Dr. Mihai Nadin, Computational Design BUGH Wuppertal
David Oswald, Designer bei frog Düsseldorf
Prof. Erik Spiekermann, Typograf bei Metadesign, Berlin

Kompaktseminar Internet
mit Dr. Gerhard Plaßmann, Oliver Wrede, 23.05.2000 – 29.05.2000

Inhalte: Was ist das Internet? Technik I (Struktur, Funktion), Internet als…, Netzpolitik / Netzkritik, Technik II (Protokolle, Dienste), WWW-Browser, Formatentwicklung als Gestaltungsaufgabe, Sicherheit / Kryptografie, XML und die Zukunft der Netze


Welcome to the Pleasuredome
Fachseminar Grundstudium

Für das geplantes Rock- und Popmuseum in Gronau/Westfalen sollen mediale Installation konzipiert werden, die unterschiedliche Inhalte für die Nutzer erlebbar machen. Basierend auf einer vorlie-genden Gesamtkonzeption soll eine multiperspektivische Betrachtung popkultureller Zusammenhänge entstehen, die ein aktives Partizipieren der Besucher ermöglicht.
Die Konzeption und Umsetzung beziehen sich dabei auf sechs Themenkreise:
– 100 deutsche Popvideos
– Eine Sammlung der 50er Jahre bis heute. Wie kann sie auf effiziente und unterhaltsame Weise dem Publikum zugänglich gemacht werden?
– Videoskulptur: Aktuelle Musikclips treffen auf historische Produktionen und Informationen. Multimediale Installation rund ums Thema
– Sound-Erlebnisstudio: Inszenierung historischer und und neuester Verfahren auditiver Aufnahmetechniken. Herstellung eigener Tonaufnahmen
– Mediale Fassade: Gestaltung der Museumsfassade mit medialer Ausstattung
– CD-ROM/Website: Das Museumsprojekt soll crossmedial präsentiert werden

Es handelt sich um ein termingebundenes Projekt, das im Rahmen einer Arbeitsgruppe konzipiert und umgesetzt werden soll. Die Realisierung geschieht in Verbindung mit externen Technik-Partnern.


WS 1999/2000

Denken am Modell
Fachseminar Hauptstudium

Die Schrift als Medium der Entwicklung, Mitteilung und Archivierung von Gedanken ist nicht mehr konkurrenzlos. Zu komplex, dynamisch, fragmentiert und widersprüchlich erscheinen unsere Erfah-rungen und Reflektionen heute, als das sie mit traditionellen Textformen noch angemessen zu repräsentieren wären.
Die Konstruktion hermetischer Gedankengebäude weicht dem Entwurf flexibel nutzbarer Struktu-ren, die aus Beständen (Texteinheiten, Bilder, Töne) und Operatoren (Verweise, Ansichten, Suchroutinen) gebildet werden.
Journalistische, literarische und wissenschaftliche Autoren experimentieren heute mit den Möglich-keiten der technischen Implementierung. Die Wechselwirkungen zwischen dem Sag-, Zeig- und Denkbaren werden dabei wesentlich von gestalterischen und kognitiven Aspekten bestimmt, was in Begriffen wie Wissensdesign und Information Architect anklingt.
Durch gemeinsame Lektüre und Web-Recherche werden aktuelle Ansätze post-heroischer Theoriebildung analysiert und als Grundlage für die Entwicklung eigener prototypischer Anwendungen genutzt.


Netzradio III

Fachseminar Grundstudium, Kooperation: Fachhochschule Köln, Fachbereich Design,
Prof. Dr. Michael Erlhoff, Fortsetzung aus dem SS 1999


Teil 1: Quick Start: Aufbau des Internet-Radios
In Kooperation mit einer neuen studentischen Arbeitsgemeinschaft am Fachbereich Design der FH Köln soll ein Netzradio eingerichtet werden. Nach den Vorbereitungen des vorigen Semesters ist dies ein Produktions-Projekt und beinhaltet technische, redaktionelle, organisatorische, experimen-telle, lebendige und ohnehin aufregende Aufgaben.

Gesucht werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die phantasievoll, verbindlich, intensiv und explosiv an solch einem Projekt arbeiten mögen und möglichst über einige Kompetenz im Internet oder sogar HTML verfügen (oder in diesen Bereichen so naiv sind, dass sie völlig absurde und eben deshalb gleichfalls spannende Vorstellungen entwickeln können).

Teil 2: Refresh: Überarbeitung des Netzradios, Kurzzeit-Projekt
In diesem Projekt wird die in Teil 1 Quick Start – Aufbau des Internet-Radios produzierte und umgesetzte Struktur des Netzradios analysiert, kritisiert und praktisch überarbeitet, um es weiter zu quali-fizieren.
 
Basisseminar Mediengestaltung
gemeinsam mit Lehrenden der Fächergruppe Mediengestaltung

Das Studien-, Experimentier- und Praxisfeld medienbezogener Gestaltung wird vorgestellt. Aus unterschiedlichen Sichtweisen, die durch persönliche Erfahrungen, Haltungen und Arbeitsfelder ge-prägt sind, werden gestalterische Problemstellungen, Methoden und Ergebnisse im medialen Kontext vorgestellt und diskutiert.
Zwischen Zweck und Poesie, Systematik und Einfall, Planung und Spiel wird die Bandbreite der ge-stalterischen Mittel gezeigt, die von einfachen visuellen und auditiven Formen bis zu digitalen vernetzen Systemen und raumbezogenen Konzepten reicht. Die Bedingungen und Qualitäten medialer Kommunikation von Begriffen und Bildern bis zu Orientierungssystemen und Navigation werden angesprochen.
Gemeinsam wird ein Übungsfeld zur Verfeinerung der Wahrnehmung erzeugt und das Bewusstsein für entwerfende Denk- und Arbeitsweisen geschärft. Dies wird auch dazu beitragen, persönliche Ent-wicklungsmöglichkeiten besser zu erkennen und zielgerichteter verfolgen zu können.


SS 1999

Notationen
Fachseminar Grundstudium, Kooperation: Prof. Andreas Henrich

Notationen dienen der Fixierung von Gedanken, Ideen, Sprache, Ereignissen, Bildern, Klängen, Bewegungen und Prozessen. Die bildhaften oder symbolischen Repräsentationen können medien-spezifisch sein oder medienübergreifend.
Aus der gestalterischen Perspektive dienen Notationen nicht nur der Dokumentation und Vermittlung, sondern sie sind vor allem der Schauplatz des Entwurfsprozesses: Dieser hängt wesentlich von den Möglichkeiten und Begrenzungen der Notationsformen ab.
Die Untersuchung von Notationssystemen und -möglichkeiten führt zur kritischen Auseinandersetzung mit der Entwurfspraxis und gängigen Autorensystemen. Im Spannungsfeld zwischen Pro-duktionsroutinen und immer wieder individuellen Entwurfsaufgaben gilt es, gestalterische und künstlerische Anforderungen an Entwurfssysteme zu formulieren.
Durch experimentelle Praxis soll zur Entwicklung eigener Notationsformen und erweiterter Souveränität gegenüber den Mitteln angeregt werden. Alle Wahrnehmungsebenen werden berücksichtigt und bilden die Basis für die eigene Gestaltungsarbeit.

Netzradio II
Fachseminar Grundstudium Kooperation: Fachhochschule Köln, Fachbereich Design,
Prof. Dr. Michael Erlhoff, Fortsetzung aus dem WS 1998/99


Im Internet sind neue Publikationsformen entstanden, die experimentell erkundet sowie konzeptionell und gestalterisch weiter entwickelt werden sollen. Multimediale Autoren machen Programm, gestalten Interaktion, gewährleisten Rückkopplung, beherrschen die Technik und sorgen für Bekanntheit.
Das Projekt Netzradio aus dem WS 1998/99 wird fortgeführt und in den Zusammenhang des neu gegründeten Kölner Hochschulradios gestellt.
Inhalte
•   Sichtung herkömmlicher auditiver Publikationsformen:
    Reportage, Interview, Diskussion, Hörspiel, Musik …
•   Radio im Kontext von Mediengeschichte und Medientheorie
    Werkzeug bestehender und Spiegel utopischer Verhältnisse
•   Hören im Kontext allgegenwärtiger Bildmedien
    synästhetische Bezüge: Bilder zum Hören, Töne zum Sehen
•   Kommunikationsmodelle
    Sender, Empfänger und die Funktion der Gestalter
•   Gestaltung von Apparat und Programm
    Designer als Multimedia-Autoren
•  Interfaces als Versprechen – Radio for one


WS 1998/99

Progetto Povero

einfach weniger machen
weniger einfach machen
machen? lassen!


Wirkungskraft basiert auf Verdichtung, nicht auf Ausdehnung. Gute Ideen, Entwürfe und Werke sind komplex, aber nicht kompliziert.
Die Kunst des minimalen Eingriffs: mit armseligen Mitteln Wirkung erzeugen, entlasten statt fordern. Reduktion als gestalterisches Mittel, Reflektion über Kontext und Wahrnehmung. Ein Befrei-ungsschlag gegen zeitfressende Maschinen, anspruchsvolle Software und überforderte Köpfe und Körper.
Seminarbegleitend: Exkursionen in die medienarchäologischen Reservate ausgestorbener Geräte und verschollener Software.
 
Netzradio I
Fachseminar Grundstudium

Ein Campusradio im Netz: Wie klingt die KHM? Soundtracks und Salongespräche, Vorträge, Küchengemurmel und nächtliche Geräusche: Was strahlen wir aus?
In einer Mischung aus Online Audio-Archiv und Live-Broadcast soll ein Radioangebot entstehen, das die spezifischen Themen aus dem Umfeld der KHM reflektiert, angemessen darstellt und zur Rückkopplung auffordert.

Sammeln, editieren, senden, redigieren, fragen, schreiben, vortragen, komponieren, moderieren, beantworten, improvisieren, gestalten, verteilen, strukturieren, kontaktieren, archivieren… Jenseits von Formatradio und computergesteuerten Hitlisten werden im Netz neue Formen des interaktiven Radios entwickelt. Das Netz wird dabei als experimentelle Plattform genutzt: Wie können Inhalte und Formen aufeinander bezogen, konzipiert und gestaltet werden?
Einführungen in die technischen Grundlagen von Audioprogrammen und Autorentools werden seminarbegleitend angeboten. Gäste geben Einblick in journalistische Arbeitsweisen.


SS 1998

Monster – Mythen – Mutationen
Fachseminar Hauptstudium

Das Massengeschäft mit Multimedia und Online-Produktionen basiert auf trivialen Inhalten, deren Popularität große Umsätze garantiert und Investitionen in die Forschung ermöglicht: Die avanciertesten Interfaces stehen in Spielhallen und die neuesten Plattformen finden sich im Kinderzimmer (Playstation, Tamagochi).
Die Unterhaltungsindustrie konzipiert ihre Inhalte zur multiplen Verwertung: Vom Kinofilm über das Computerspiel zur Spielzeugfigur, vom Roman über die TV-Serie zur Online-Präsenz. Sogenannte anspruchsvolle Titel und kulturelle Anwendungen sind dagegen im Hinblick auf Umsatz und Wirkungsmöglichkeit marginal.
Wie positionieren sich Autoren und Gestalter im Wettbewerb um die ultimative Bandbreite:
Aufmerksamkeit (capturing eyeballs)? Wie kann das Verhältnis von high-end Technik und low-end Inhalten für künstlerische und gestalterische Zwecke genutzt werden? Welche Formate können über-tragen, modifiziert oder neu erfunden werden (Online-Gameshow, WebTV)?
Untersucht wird das Verhältnis von Form und Inhalt im Kontext von CrossMedia Publishing. Durch Screenings, Exkursionen und Gäste wird das Feld sondiert. Die konzeptionellen, gestalterischen und technischen Möglichkeiten verschiedener medialer Umsetzungen werden durch prototypische Realisationen sichtbar.


Beat Club
Fachseminar Grundstudium
Die Gestaltung von Multimedia ermöglicht und fordert die Erweiterung visueller Darstellungsmittel um auditive Komponenten. Durch Integration des Rhythmus als grundlegendes Gestaltungselement überwindet der Gestalter seine retinale Fixierung und gewinnt wieder einen Körper.
Rhythmus ist nicht nur ein musikalisches Phänomen, sondern auch eine universelle Größe der Strukturierung. Rhythmus setzt Dinge in Beziehung, schafft Zusammenhang und Orientierung: Schlag und Pause, Puls und Motiv, Statik und Dynamik, Verdichtung und Dehnung, Komposition und Improvisation.
Im Bereich der Klänge werden Koordinationsleistungen geübt, die das Ohr als Proportionsorgan schulen, die synästhetische Wahrnehmung verfeinern und hochentwickelte Formen der Interaktion erlebbar machen. In experimentellen Arbeiten werden analoge und digitale Rhythmuserfahrungen umgesetzt. Dabei steht weniger der große Wurf, sondern die Detailarbeit im Mittelpunkt.


WS 1997/98

Multimedia Autoren im Netz

Fachseminar Hauptstudium

In seinen multimedialen Ausprägungen wird das Internet für Musiker, Filmer, Autoren und Gestalter zunehmend als Produktionsmedium interessant. Neue Produktionsweisen, Produktarten und Re-zeptionsformen zeichnen sich ab. Sie bieten ein originäres Potential, das in experimentellen Gestaltungsarbeiten erkundet wird.
Wie kann der Multimedia-Autor das Netz für seine Zwecke nutzen? Welche neuen Bedingungen sind für die Konzeption, Gestaltung und Produktion maßgebend? Welche Kompetenzen sind heute und zukünftig gefordert?
Stichworte sind: Vorstellung und Analyse bestehender Tools im Netz, partizipatives Arbeiten, Nut-zung verteilter Ressourcen, rückgekoppelte Publikationsweisen, generative Verfahren, dramaturgi-sche Konzepte, Globalisierung/Lokalisierung.
Ziel ist die Befähigung zur Nutzung der spezifischen Möglichkeiten des Netzes, sowie dessen weitere Ausgestaltung für künstlerische und gestalterische Zwecke.


Disco 3000
Fachseminar Grundstudium

Die Popkultur hat digitale Techniken nicht nur früh genutzt, sondern deren Entwicklung auch wesentlich mitbestimmt. Vom digitalen Audio ausgehend werden innovative Gestaltungsmöglichkei-ten zwischen Videoclip und DJ Culture experimentell erkundet. Im Wechselspiel von praktischer Übung und kritischer Analyse entsteht eine praxisbezogene Einführung in die Konzeption und Gestaltung von Hypermedia Produktionen.
Die ganze Klangwelt aus Geräusch, Musik und Sprache wird zum Ausgangsmaterial. Sounds erzeu-gen Atmosphäre, Gefühle, Affekte und Stimulanz. Neben vertrauten Inszenierungen, die unsere Hör- und Seherfahrungen bestätigen, werden durch digitale Medien auch neue, bisher unbekannte Erlebnisse ermöglicht.
Ziel ist die Erweiterung der Kenntnisse über die Wirkungsmöglichkeiten hypermedialer Produktionen, besonders unter dem Aspekt der Medienintegration. Auf Datenträger, im Netz oder als Inszenierung im Club werden multimediale Produktionen realisiert.
Präsentation der Seminarergebnisse unter dem Titel Clubvision auf der Popkomm, Köln August 1998.

Top
Drucken
Seite empfehlen
© peterstephan.org - Last Update: 05.04.2010
Erweiterte Suche

Publikationen

Gesamtliste 1988–2009 pdf


Intelligente Objekte
Illustration: Christoph Illigens

Peter Friedrich Stephan: Gestaltungsaufgaben für intelligente Objekte S. 63–75 pdf
Peter Friedrich Stephan, Klaus Kornwachs: Das Mensch-Ding Verhältnis S. 15–23 pdf

in: Otthein Herzog, Thomas Schildhauer (Hrsg.) 2009: Intelligente Objekte, Technische Gestaltung, Wirtschaftliche Verwertung – Gesellschaftliche Wirkung, Berlin: Springer, Reihe Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – acatech diskutiert, pdf 158 Seiten

Intelligente Objekte – Klein, Vernetzt, sensitiv, Eine neue Technologie verändert die Gesellschaft und fordert zur Gestaltung heraus, Berlin: Springer, Reihe Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – acatech bezieht Position Nr. 5, pdf 38 Seiten 

Wörterbuch Design

Peter Friedrich Stephan:
Eintrag Information
(pdf)

in: Michael Erlhoff – Köln International School of Design und
Tim Marshall – Parsons School of Design New York (Hrsg.) 2007: Wörterbuch Design (dt/engl).
Nachweise
bei Wikipedia

Knowledge Media Design

Peter Friedrich Stephan: Knowledge Media Design – Konturen eines auftrebenden Forschungsfeldes pdf und Theoriebildung als Gestaltungsaufgabe pdf in:

Peter Friedrich Stephan:et al. (Hrsg.) 2005: Knowledge Media Design – Theorie, Methoden, Praxis, München: Oldenbourg (2. Auflage)
Amazon search inside Googlebooks

i-com

Peter Friedrich Stephan: Nicht-Wissen als Ressource sowie sieben Thesen zu künftiger Wissensarbeit pdf

Peter Friedrich Stephan, Udo Bleimann (Hrsg.) 2006:
Zeitschrift  i-com zum Thema Knowledge Media Design