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peterstephan.org · Projekte · Archäologie 1990–94
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auf Nachfrage von Studierenden ;-)

Pioniertaten in den frühen 1990er Jahren
In jener Zeit ergaben sich neue Möglichkeiten für die digitale Gestaltung durch technische Innovationen. In Kooperationen mit innovativen Firmen und Agenturen wie Apple Computer, Burda, Philip Morris und Medialab war ich an einigen Produktionen beteiligt.

– BurdaVidibase (erste deutsche Anwendung von QuickTime 1991)
– Apple KickOff (Multimedia-Event mit Videolink in die USA 1991)
– Talk with tomorrow (erste Marketing Anwendung auf dem neuen Apple Powerbook 1992)
– TimeSystem (eine der ersten Anwendungen für den Apple PDA Newton 1994)
– TARIS – Telekom Argumentations- und Informationssystem (auf CD-Interactive 1993)
– BerlinConnection (eine der ersten Edutainment-Anwendungen auf CD-ROM 1993)
– Website für Computational Design (online 1994)
– Website für Kunsthochschule für Medien Köln (online 1998)

(Bilder werden folgen)


Im Einzelnen
:

Time/system® Planer für Apple Newton
Apple Computer Deutschland 1994

Konzept/Design: Peter Friedrich Stephan
Programmierung: Ronald Steinhau, Native Software Berlin

Time/system® ist ein Zeitplanungsinstrument, das bisher auf gedruckten Kalendarien basierte. Zusätzlich zu den Printprodukten wurde eine elektronische Umsetzung entwickelt.
Newton von Apple Computer ist das erste Gerät der Gattung »Personal Digital Assistant«. Eingaben erfolgen auf der Anzeigefläche mit einem speziellen Stift (Pen based).

Features
Handschrifterkennung, Datenaustausch über Infrarot, eingebautes Faxmodem (optional).

Merkmale
grafische Gestaltung in schwarz/weiß, Anzeige mit geringem Kontrast, kleine Fläche (102 mm x 73 mm), zwei vorgegebene Systemschriften



Berlin Connection

interaktiver Dokumentarthriller für Telemedia / Bertelsmann 1993–1994

Regie/Design/Produktion Eku Wand
Storyline/Drehbuch Peter Friedrich Stephan

Der Nutzer findet sich unvermutet in einen Agententhriller versetzt, aus dem er sich nur retten kann, indem er Kombinationsaufgaben bewältigt. Zwischen Kudamm und Hinterhof, Ost- und West-Berlin führt ihn die Handlung zu den interessantesten Orten der Stadt.
Zeitreisen versetzen den Spieler zurück in historische Situationen, in denen er als Zeitgenosse agiert. So werden Informationen über Berlin und seine wechselvolle Geschichte spielerisch vermittelt. Audio- und Videomaterial aus vier Jahrzehnten verbindet sich zu einem lebendigen Bild der deutschen Metropole.



TARIS – Telekom Argumentations- und Informationssystem

MediaInteractive und aim Marketing Network für die Telekom 1993

Dienstleistungen und Produkte der Telekom werden kundenfreundlich dargestellt. Umfangreiche Auswahlkriterien führen den Nutzer zu Detailinformationen in den Bereichen Endeinrichtungen, Dienste, Übertragungswege, Netze und Service.
Nach der Eingabe von spezifischen Daten der Nutzer können Kostenberechnungen durch-geführt werden. Deren Ergebnisse werden numerisch und grafisch angezeigt.
Die grafische Gestaltung ist an die Corporate Identity der Telekom angepasst und integriert Text, Grafik, Foto und Video. Vorgesehen ist der stationäre Einsatz in den Telefonläden, sowie die mobile Präsentation auf Messen.



Talk with Tomorrow
mobiles Computerspiel 1992

Medialab-Team: Peter Friedrich Stephan, Andreas Vichr, Thomas Geigenberger, Florian Kirchberger

Die Promotionteams sind mit Apple Powerbooks ausgestattet, auf denen kurze Computerspiele laufen: Future Hopping, Future Vision und Future Remix. Innerhalb einer bestimmten Zeit müssen Bildteile verschoben, Sounds ausgewählt oder Antworten gegeben werden. Alle Spiele werden ausschließlich mit dem Trackball der Powerbooks bedient.
Die Aktion ist eingebettet in die »Talk with tomorrow« Kampagne. Jeder Spieler bekommt eine Einladung, sich für eine Reise nach New York zu bewerben.
Merkmale: unmittelbare Verständlichkeit, hoher Unterhaltungswert bei kurzer Spieldauer, große Aufmerksamkeit durch neues Medium (eine der ersten Anwendungen für das neue Apple Powerbook).



Apple Care Concept

multimediale Datenbank 1991 – 1992

Medialab Team: Peter Friedrich Stephan, Andreas Vichr

Partner
Medialab, Team Direkt und Unternehmensberatung Roland Berger für Apple Computer

Konzept
CareConcept zeigt das Dienstleistungsangebot der Apple Vertriebspartner, stellt Vertragsunterlagen vor und unterstützt die Verwaltung von Kundendaten.

Features
Selfrunning Demo: Eine Introanimation läuft als Teaser im Verkaufs­raum oder Schaufenster. In­teraktives Kundenmodul: Von einem »Agenten« (digitales Video) geleitet kann sich der Kunde über Eingaben am Touchscreen selbstständig informieren. Vertragsmodul: CareConcept dient als frontend einer Datenbank, die individuelle Angebote erstellt und Vertragstexte ausdruckt. Verwaltungsmodul: Kundendatei, Termin­kalender und Abrechnungs­blätter sind über Austausch­for­mate in bereits existierende Systeme eingebunden.



Burda Cube System
portables, multimediales Präsentationsmittel 1991

Der Anzeigenverkauf kann statistische Daten und Videos der Verlagsprodukte portabel und multimedial präsentieren. Vorteile: große Datenmengen werden übersichtlich zur Verfügung gestellt, schneller Wechsel zwischen den Dokumenten, leichte Aktualisierbarkeit, optimale Unterstützung des Verkaufsgesprächs.
Eine Datenbank stellt Mediendaten und Schaubilder multimedial und in inhaltlich verknüpfter Weise zur Verfügung. Animierte Grafiken verdeutlichen und beleben das Zahlenmaterial. Beispielrechnungen ermöglichen individuelle Preisbeispiele. Im stationären Betrieb kann über einen Großbildmonitor auch vor größeren Gruppen präsentiert werden.


Burda Präsentationspool

Visualisierung von Unternehmensdaten 1991

Das Visualisierungskonzept vermittelt komplexe Themen. Das geometrische Modell einer Pyramide stellt dabei den Raum aller gegenwärtigen und zukünftigen Unternehmensaktivitäten dar. Sie visualisiert den Zusammenhang der Einzelthemen, deren Positionen durch markierte Felder gezeigt werden.
Basierend auf einem digitalen Datenpool fließen aktuelle Daten in formatierte Darstellungen ein. Durch konstante Gestaltungsmerkmale lassen sich Tabellen, Text-tafeln, Grafiken und Fotos in einem Layout integrieren. Alle Elemente sind für den Einsatz in multi-medialen Präsentationen vorbereitet.


Apple Kickoff
multimediale Präsentationsstechnik 1991

Medialab-Team: Peter Friedrich Stephan, Andreas Vichr, Thomas Geigenberger, Florian Kirchberger, Thomas Eichinger, Martina Dresler, Nikolaus Hafermas

Features
Introanimation: Drei Apple Macintosh IIfx beamen Animationen auf eine Leinwand im Cinemascope-Format (12m x 3m), digitaler Soundtrack.
– Interaktives Präsentationssystem: Die Vortragenden aktivieren ihre Informationsgrafiken per Mausklick. Grafik, Typografie und das eingestanzte Videobild des Redners verbinden sich auf der Projektionsfläche zu einem großzügigen Gesamtlayout.
– Live Videokonferenz mit USA: Integration von Videobildern des damaligen Apple Präsidenten Michael Spindler in das projizierte Layout.
– Interaktive Disco: Über Touchscreens aktiviert das Publikum Animationen, Videos und Lichtanlage. Der Disc-Jockey bedient über 19-Zoll-Touchscreens
die CD-Spieler, ein digitales Mischpult und Soundzuspielungen von der Harddisc.



HypeRemix
Computer-Jukebox 1990 – 1991

Medialab Team: Peter Friedrich Stephan, Andreas Vichr, Thomas Geigenberger, Florian Kirchberger, Thomas Eichinger

HypeRemix ist eine Kreuzung aus Jukebox und Computerspiel. Als Publikumsmagnet ist sie in ein Marketingkonzept des Sponsorings von Lifestyle-Szenen eingebunden.
Über einen Touchscreen werden Soundfragmente und dazugehörige Animationen aufgerufen. Die Samples ergeben in jeder beliebigen Kombination ein Musikstück. Die Reihen-olge der gewählten Sequenzen und Animationen wird in einer Playlist gespeichert und kann auf Audiocassette überspielt werden, die der »Komponist« mit nach Hause nimmt.
Erweiterung: Eine integrierte Videokamera nimmt den Akteur bei der Erstellung seines Hyperemix auf. Diese Bilder werden mit den Computeranimationen gemischt und zusammen mit dem Soundtrack auf Video kopiert: Der Take-away Videoclip!


Pash
Corporate Identity einer Modefirma mit multimedialen Gestaltungsmitteln 1990 – 1991

Die Produktpalette von PASH ist auf modische Kleidung ausgerichtet, die dem jugendlichen Zielpublikum über eine zeitgemäße Umsetzung in Form und Medium vermittelt werden soll.
Ziel: Wiedererkennbarkeit auch bei unterschiedlichen Umsetzungen.
Bestandteile: Schriftzug, Signet, Ladengestaltung, Geschäftspapiere, Produktkennzeichnung

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© peterstephan.org - Last Update: 14.09.2009
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Publikationen

Gesamtliste 1988–2009 pdf


Intelligente Objekte
Illustration: Christoph Illigens

Peter Friedrich Stephan: Gestaltungsaufgaben für intelligente Objekte S. 63–75 pdf
Peter Friedrich Stephan, Klaus Kornwachs: Das Mensch-Ding Verhältnis S. 15–23 pdf

in: Otthein Herzog, Thomas Schildhauer (Hrsg.) 2009: Intelligente Objekte, Technische Gestaltung, Wirtschaftliche Verwertung – Gesellschaftliche Wirkung, Berlin: Springer, Reihe Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – acatech diskutiert, pdf 158 Seiten

Intelligente Objekte – Klein, Vernetzt, sensitiv, Eine neue Technologie verändert die Gesellschaft und fordert zur Gestaltung heraus, Berlin: Springer, Reihe Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – acatech bezieht Position Nr. 5, pdf 38 Seiten 

Wörterbuch Design

Peter Friedrich Stephan:
Eintrag Information
(pdf)

in: Michael Erlhoff – Köln International School of Design und
Tim Marshall – Parsons School of Design New York (Hrsg.) 2007: Wörterbuch Design (dt/engl).
Nachweise
bei Wikipedia

Knowledge Media Design

Peter Friedrich Stephan: Knowledge Media Design – Konturen eines auftrebenden Forschungsfeldes pdf und Theoriebildung als Gestaltungsaufgabe pdf in:

Peter Friedrich Stephan:et al. (Hrsg.) 2005: Knowledge Media Design – Theorie, Methoden, Praxis, München: Oldenbourg (2. Auflage)
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i-com

Peter Friedrich Stephan: Nicht-Wissen als Ressource sowie sieben Thesen zu künftiger Wissensarbeit pdf

Peter Friedrich Stephan, Udo Bleimann (Hrsg.) 2006:
Zeitschrift  i-com zum Thema Knowledge Media Design